Es gibt einen Moment, in dem fast jeder Besitzer einer alten Haustür über den Austausch nachdenkt: der erste kalte Oktoberabend, an dem es im Flur merklich zieht, obwohl die Tür zu ist. Das Problem ist nur, dass zwischen Bestellung und Montage einer Maßanfertigung sechs bis acht Wochen liegen. Wer im Oktober bestellt, bekommt die Tür im Dezember. Wer jetzt bestellt, hat sie drin, bevor es kalt wird.
Woran man erkennt, dass die Tür fällig ist
Die üblichen Kandidaten stehen seit den 1980er Jahren in ihren Zargen und zeigen alle dieselben Symptome. Die Dichtungen sind hart und halten nicht mehr. Das Türblatt hat sich verzogen, oben oder unten scheint Tageslicht durch. Das Schloss hakt, weil die Tür nicht mehr sauber in den Fälzen sitzt. Und energetisch trennt so eine Tür den beheizten Flur mit einem Ud-Wert von 3,0 oder mehr vom Winter, moderne Türen liegen bei 0,8 bis 1,3.
Dazu kommt die Sicherheit. Eine Tür ohne Mehrfachverriegelung und ohne geprüften Beschlag ist mit einfachem Werkzeug in unter einer Minute offen. Neue Türen mit RC2-Ausstattung, Fünffachverriegelung und Sicherheitsrosette machen aus dem schwächsten Punkt des Hauses einen der stärksten.
Aluminium oder Kunststoff: die kurze Antwort
Kunststofftüren mit Stahlarmierung sind die wirtschaftliche Lösung: gute Dämmwerte, wartungsarm, in vielen Dekoren erhältlich, preislich meist zwischen 1.800 und 3.500 Euro mit Montage. Aluminiumtüren kosten mit 3.000 bis 6.000 Euro mehr, sind dafür absolut verzugsfrei, tragen große Formate und flächenbündige Designs und sehen nach 20 Jahren noch aus wie am ersten Tag. Wer eine breite Tür mit Seitenteil und viel Glas plant, landet fast immer bei Aluminium. Die ausführliche Gegenüberstellung mit allen Details steht auf unserer Seite zu Haustüren aus Polen.
Der Preisvorteil polnischer Fertigung liegt bei Haustüren typischerweise bei 25 bis 35 Prozent gegenüber vergleichbarer deutscher Markenware, bei identischen Profilsystemen und Beschlägen. Das Ersparte stecken viele Kunden direkt in die bessere Ausstattung: Fingerprint-Zugang statt Schlüssel, RC2 statt Standard, Dreifachverglasung im Seitenteil.
So läuft der Tausch ab
- Aufmaß vor Ort: Wir messen die Öffnung, prüfen Zarge, Mauerwerk und Bodenanschluss und klären Öffnungsrichtung, Farbe und Ausstattung. Danach steht ein Festpreis.
- Fertigung: Sechs bis acht Wochen, jede Tür wird individuell für die vorhandene Öffnung gebaut.
- Montagetag: Alte Tür raus, neue rein, ausgeschäumt, abgedichtet, eingestellt. In der Regel ist das Haus morgens um acht offen und nachmittags um vier wieder verschlossen, mit neuer Tür.
- Feinjustage: Nach einigen Wochen setzen sich Dichtungen, dann stellen wir Bänder und Anpressdruck nach. Das gehört zum Auftrag dazu.
Das Haus steht also zu keinem Zeitpunkt über Nacht offen. Auch bei laufendem Familienbetrieb ist der Tausch ein einziger Arbeitstag.
Der Anschluss entscheidet über die Dichtheit
Eine Haustür wird nicht einfach eingeschäumt und fertig. Der Anschluss zur Wand braucht drei Ebenen: innen eine dampfdichte Abklebung, in der Fuge Dämmung, außen eine schlagregendichte, diffusionsoffene Abdichtung. Am Bodenanschluss kommt eine thermisch getrennte Schwelle zum Einsatz, sonst holt man sich die Kältebrücke, die man gerade loswerden wollte, durch die Hintertür wieder rein. Genau an diesen Punkten trennt sich fachgerechte Montage von der schnellen Nummer, und genau deshalb montieren wir mit eigenem Team statt mit wechselnden Subunternehmern.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Austausch einer Haustür?
Die Montage selbst dauert einen Arbeitstag. Von der Bestellung bis zum Montagetermin vergehen bei Maßanfertigung sechs bis acht Wochen.
Was kostet eine neue Haustür mit Einbau?
Kunststofftüren liegen meist zwischen 1.800 und 3.500 Euro, Aluminiumtüren zwischen 3.000 und 6.000 Euro, jeweils inklusive Demontage, Montage und Entsorgung der alten Tür. Seitenteile, Sondermaße und Ausstattung wie Fingerprint verändern den Preis.
Gibt es eine Förderung für den Haustürtausch?
Ja, über die BEG-Einzelmaßnahmen: 15 Prozent Zuschuss, wenn die neue Tür einen Ud-Wert von höchstens 1,3 W/(m²K) erreicht und ein Fachbetrieb montiert. Der BAFA-Antrag muss vor dem Einbau gestellt sein, und zum Antrag gehört ein Vertrag mit Fördervorbehalt.
Passt eine neue Tür in die alte Öffnung?
Ja, jede Tür wird nach Aufmaß für die vorhandene Öffnung gefertigt. Auch Sondermaße, Rundbögen und zweiflügelige Anlagen sind machbar, ohne dass am Mauerwerk gestemmt werden muss.
Kann ich die Haustür im Winter tauschen lassen?
Technisch ja, moderne Montageschäume und Dichtbänder funktionieren auch bei niedrigen Temperaturen. Angenehmer für alle ist der Tausch bei milden Temperaturen, deshalb raten wir zur Bestellung im Spätsommer.



